Intro

Eine Klasse auflösen heißt hier nicht eine zu kleine Klasse "schließen" und die SchülerInnen auf andere Klassen aufteilen. Es ist auch nicht damit gemeint, dass Klassen aus irgendwelchen Verhaltens- oder Mitarbeitsauffälligkeiten "dicht gemacht" werden müssen oder schlicht und einfach die Lehrkräfte fehlen. Mit dem Auflösen der Klassen ist das Beenden des traditionellen Klassengefüges gemeint. Es sollte Interessensgruppen, aber keine festen, alters- oder personalschlüsselbedingte Verbände geben, welche nicht auf natürliche Art und Weise zusammenfinden. Das klingt utopisch, ist aber mit dem richtigen Schul- und Medienkonzept machbar.

Das Problem

Die Klassen an vielen deutschen Schulen sind zu groß. Das Unterrichten wird für die Lehrkräfte unmöglich. Für die Schüler ist eine individuelle Betreuung (teilweise auch eine angemessene Differenzierung) nicht möglich.

Gegenpositionen und Ängste

"Die Klassengröße wirke sich nicht nachweislich auf die Leistungen der Schüler aus, sagt der Bildungsökonom Ludger Wößmann von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. "Gute Lehrer können guten Unterricht geben, egal ob 25 oder 30 Schüler in ihren Klassen sitzen."" (Quelle: Lehrer klagen über zu große Klassen)

So wird gerne in der Presse Meinung gemacht. Die Klassen müssen kleiner werden. Das ist kein oberflächlicher Wunsch von Lehrkräften, sondern eine Grundvoraussetzung für guten Unterricht. Wer an der Basis arbeitet, weiß, dass es selbst in sehr heterogenen Klassen möglich ist zu unterrichten, wenn die Klassenstärke bei maximal 20 SchülerInnen liegt. Viele Kommentare im Netz und in den Nachrichten sind politisch gefärbt und zielen häufig auf die Durchsetzung anderer Aspekte. Häufig stehen finanzielle Interessen im Vordergrund. Dabei ist mit den bestehenden Ressourcen mehr möglich, wenn die Klassen aufgelöst werden. Neue Herangehensweisen an Unterrichtskonzepte bestehen bereits und werden erfolgreich umgesetzt. Die Ängste vor finanzieller Überlastung oder einem Chaos ohne Klassenrahmen sind unbegründet und werden vor allem in den populistischen Artikeln geschürt...


Anmerkung des Autors: Bitte helfen Sie mit diesen Artikel mit Beispielen und Argumenten zu bestücken.


Nachteile großer Klassen

Quelle: Die Obergrenze müsste bei 25 Schülern liegen

  • Es gibt mehr Störfaktoren: Unruhe, Lärm, Konflikte, Unkonzentriertheit, ...
  • Häufiges Ermahnen und Strafen der SchülerInnen
  • Es gibt keine Zeit für Vertrauen und Beziehungen (die in kleinen Gruppen entstehen können)
  • Alle Personengruppen sind konstant überfordert, die Lernmotivation sinkt
  • ...


Expertenmeinungen

Haselbeck im Bezug auf Studien zur Klassengröße: "Politiker berufen sich oft auf veraltete Studien. Viele dieser Untersuchungen sind allein auf den Aspekt der kognitiven Leistung ausgelegt. Es reicht aber nicht aus, immer nur nach Noten zu fragen. Es geht ja nicht der Kopf allein zur Schule, sondern der ganze Mensch. Lehrern und Schülern ist es wichtig, dass sie gut miteinander auskommen und gemeinsam erfolgreich lernen können. Momentan ist das leider nicht immer so." (Quelle: Die Obergrenze müsste bei 25 Schülern liegen)


Haselbeck zu veränderten Grundbedingungen an den Schulen: "Die gesamte Schulsituation hat sich grundlegend geändert. Kinder sind heute einer Flut von Reizen und Informationen ausgesetzt, sie sind unruhiger und mehr egozentrisch ausgerichtet. Deshalb brauchen sie eine stärkere individuelle Förderung sowie neue Wertbezüge und Lerninhalte, die ihnen in einer unsicheren Welt Orientierung bieten. Vor hohe Hürden stellt sie auch zu viel Lernstoff." (Quelle: Die Obergrenze müsste bei 25 Schülern liegen)

Das Ziel

Die Klassen müssen sich auflösen.


Bedingungen

Es muss eine Verknüpfung der digitalen Grundlagen mit dem pädagogischen Konzept geben. Nur wenn die Zusammenhänge der Vorteile der digitalen Welt, der Unterrichtskonzeption und der sich dadurch ergebenden neuen Strukturen des Lernens erkannt werden, kann heute in heterogenen Klassen gut unterrichtet werden. Wesentlich sind:

Einfache Handhabung

Alles sollte in einem System und einfach zu handhaben sein. Sollte ein digitales System nur eines der folgenden drei Elemente berücksichtigen, dann ist es den aktuellen Bildungsplänen in Deutschland nicht gewachsen.

  • Transparente Schulkommunikation für alle am Schulleben beteiligten Personen (SchülerInnen, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung)
  • Kompetenzraster um Lernfortschritte zu dokumentieren
  • Material zum selbständigen Lernen

Kompetenzraster

  • Transparente Lernfortschritte
  • Wirkliche Differenzierung
  • Bildungsplan erfüllen

Materialnetzwerk

Der Einsatz von Material, mit dem Schüler selbstständig lernen können, ist ein zentraler Baustein für die Auflösung des starren Klassengefüges. Dieses selbstständige Lernen zu erlernen sollte bereits in den unteren Jahrgangsstufen etabliert, geübt und vertieft werden.

Selbständiges Lernen

Selbstständiges Lernen ist die Basis für die Möglichkeit der Auflösung des festen (zu großen) Klassengefüges und letztlich für die Entlastung der Lehrkräfte.








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